OPTOMETRIE

Mädchen mit lila Brille

Ob Ihr Kind gut und richtig sieht, sollten Sie regelmäßig überprüfen und beobachten. 

Auch Sehen muss gelernt werden!




Spielerisch die
AUGEN TESTEN

Sie sollten in kurzen regelmäßigen Abständen die Augen des Kindes auf spielerische Weise testen.

Hier einige Möglichkeiten:
Knipsen Sie ab dem 1. Monat neben dem Köpfchen des Kleinen eine Taschenlampe an und aus. Macht das Baby neugierige, ruckartige Augenbewegungen hin zum Licht?

Ab dem 4. Monat lenken Sie das Interesse des Kindes auf irgendeinen lustig-bunten Gegenstand. Lassen Sie Kinderrassel, Babybürste oder Wuscheltier immer vor den Augen des Kindes hin- und herspazieren.
Es sollte das Wunderding nicht mehr aus den Augen lassen.

Im 7. Monat spielen Sie eines der ältesten Kinderspiele der Welt, das Guckguck-Spiel. Verstecken Sie sich vor den Augen des Kindes hinter der Zeitung, dem Sofakissen oder der Gardine. Jetzt sind Sie weg und nur noch ein „Guckguck!" verrät dem Kind , wo Sie stecken. Jedes normale Kind fängt jetzt an, mit Augen- und Körperbewegungen nach Mutter oder Vater zu suchen.

Rund um den 8. Monat konzentriert sich das Interesse des Babys auf alle einigermaßen erreichbaren Gegenstände, die es liebend gern in den Mund steckt. Beobachten Sie, ob das Kind dabei gezielt zufasst.

Im 12. Monat wird es Zeit für das erste Ballspiel. Setzen Sie ihr Kind zwei bis drei Meter entfernt auf den Boden und kullern ihm einen Ball zu.
Beobachten Sie, ob es ihn richtig greift.



 

Für Kinder


... wir haben uns darauf spezialisiert! 

„Die Welt mit Kinderaugen sehen…“- was bedeutet das eigentlich?
Wie nimmt Ihr Kind seine Umwelt wahr?

Das Sehen ist ein komplexer Prozess, der in den ersten sechs Lebensjahren erlernt wird. Über 90% all dessen, was wir lernen, nehmen wir mit den Augen wahr. So stehen Kinder immer wieder vor neuen Seh-Erlebnissen.
Es findet ein Seh-Lernprozess statt. Die visuelle Wahrnehmung steuert viele Funktionen, wie z. B. räumliche Orientierung, motorische Funktionen und einiges mehr.

Auffälligkeiten, ob beim Malen oder Basteln im Kindergarten, oder spätere Lernschwierigkeiten in der Schule, können mit dem schlechten Sehen Ihres Kindes zusammenhängen. Kinder mit unkorrigierter Sehschwäche oder Erkrankungen verarbeiten optische Reize nicht richtig. Im Kindergarten und in der Schule sind sie eindeutig benachteiligt!

Misserfolge in der Schule und die daraus entstehende Unlust kann daher kommen, dass Zahlen und Buchstaben nicht richtig erkannt werden und beim Lesen die Zeilen verrutschen. Zeitprobleme treten auf. Stress und Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Verhaltensauffälligkeiten sind oft die logische Folge unkorrigierter oder unerkannter Sehschwächen.

Laut dem Kuratorium für Gutes Sehen (KGS) gehen Fachleute (Augenärzte) davon aus, dass rund 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter Defizite beim Sehen haben. Dies alles unterstreicht die Wichtigkeit und Bedeutung der Früherkennung möglicher Sehschwächen.

Von den zehn gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder regeln lediglich nur drei die Überprüfung der Sinnesorgane.

Die U 5 findet zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat statt, die U 8 im Alter von 3½ bis 4 Jahren und die U 9 kurz vor Schulbeginn mit etwa 5 Jahren. Der Abstand zwischen U 5 und U 8 ist zu lang. Deshalb fordern Augenärzte, Kinderärzte und das „ Kuratorium Gutes Sehen“ im Alter von ca. 1 Jahr eine zusätzliche Augenkontrolle.

Leider gibt es hier noch keine ausreichende gesetzliche Regelung.

Daher sollten die Eltern von sich aus diese Empfehlung besonders beherzigen und in jedem Fall alle gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Im Zweifelsfall sollten sie auch zwischendurch weitere Untersuchungen vornehmen lassen. Bedauerlicherweise sind die gesetzlichen Krankenkassen da nicht einsichtig, wodurch der Augenarzt bzw. Kinderarzt in Konflikt kommen. In diesem Fall sollte Ihnen die Gesundheit Ihres Kindes am Herzen liegen.

Der Säugling kommt mit einer Weitsichtigkeit von ca. 3 dpt. auf die Welt.

  1. Monat

  2. Monat


  3./4. Monat


  5. Monat


  6. Monat
  7. Monat

  8. Monat

  9. Monat

11. Monat

12. Monat

          

Die Augen des Neugeborenen sehen noch nicht besonders scharf. Aber es kann doch Helligkeit erkennen.
Das Baby kann schon Umrisse eines Gesichts oder grobe Muster wahrnehmen. Es entwickeln sich vom Kopf aus die motorischen Fähigkeiten (Augenmuskulatur)
Es schaut den Eltern lächelnd ins Gesicht. Impulse vom vestibulären System, den Nacken- und Augenmuskeln, werden zusammen verarbeitet.
Jetzt sieht es seine Eltern ganz genau. Heimliches Davonschleichen aus dem Zimmer provoziert lautstarken Protest.
Das gezielte Greifen nach Gegenständen beginnt.
Jetzt gelingt es schon ganz gut, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, ihn zu drehen und zu wenden.
Das Baby ist in der Lage, bekannte und fremde Gesichter zu unterscheiden.
Daumen und Zeigefinger werden aktiv. Sie picken kleinste Gegenstände präzise auf.
Auf die Frage „ Wo ist Papa?" wendet das Kind den Kopf, um ihn zu suchen.
Am Ende des ersten Lebensjahres gibt das Kind den Eltern ganz gezielt Gegenstände in die Hand.

Mögliche ANZEICHEN für Sehprobleme

  • Häufiges Augenreiben
  • Blinzeln oder Stirnrunzeln
  • schnelles Ermüden beim Lesen oder Schreiben
  • Unlust beim Malen, Schreiben oder Feinarbeiten
  • unsichere Feinmotorik (unsauberes Schriftbild, Tollpatschigkeit)
  • langsames, flüchtiges oder fehlerhaftes Lesen
  • häufiges Verrutschen in der Zeile
  • geringer Abstand zu Buch oder Fernsehgerät
  • Lichtempfindlichkeit
  • häufiges Stolpern
  • Balancestörungen oder „Gleichgewichtsstörungen“
  • auffälliges Schriftbild bei Wortabständen oder Linienführung
  • Probleme einen Ball zu fangen.


Auch bei Lese-/Rechtschreibschwäche, Verhaltensauffälligkeiten wie ADS/ADHS, motorischen Problemen und Entwicklungsverzögerungen lassen sich häufig visuelle Defizite nachweisen.

RISIKOFAKTOREN, die das Sehvermögen Ihres Kindes beeinträchtigen können

  • erbliche Erkrankungen
  • Schwangerschaftsprobleme
  • Frühgeburten vor der 32. SSW
  • bei familiären bekannten Sehauffälligkeiten
  • Verwandte, die schielen oder geschielt haben
  • fehlsichtige Brillenträger in der Familie, die in der Jugend schon eine Brille tragen mussten oder sollten

Sollten Sie solche Anzeichen wahrnehmen ist es sehr wichtig, möglichst früh das Sehen bei Ihrem Kind überprüfen und augenärztlich untersuchen zu lassen.

Augenärzte Bergisch Land e.V. (klick)

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